Sommerloch oder neue Stellen braucht das Land!


Wie ich ja bereits auf dieser Seite kund getan habe, arbeite ich für den Bund. Für Angie quasi oder besser: für Uschi! Da ich an diesem Zustand gerne etwas ändern würde, bewerbe ich mich fleißig. Ich mein, die Arbeit ist interessant, abwechslungsreich (aber sowat von) und es ist der öffentliche Dienst – nur nicht das, worauf ich 10 bzw. 11 Semester hingearbeitet habe.
Wozu hab ich Praktika gemacht? Wozu die Medienwelt erkundet und mir den Ratschlag vieler, die ich traf, zu Herzen genommen? „Sammel unbedingt während des Studiums Erfahrung, sonst will dich nach dem Studium niemand“ – Ist klar! Trotzdem habe ich es getan und mich als rasender Reporter bei RTL, Presselehrling bei VOX, Unieigener PR-Hiwi oder auch kritzelnder Schreiberling bei der lokalen Presse versucht. Alles nie schlecht und auch mit freiem Workload danach. Tja, merkwürdigerweise bringt es mich dann doch nicht so viel weiter, wie alle „Insider“ und „Weisen“ zu glauben wagten.

Natürlich hatte ich Vorstellungsgespräche, die auch durchaus positiv verliefen. Natürlich macht es sich gut, mit namhaften Firmen im Lebenslauf und vielleicht  bringen auch grad diese mir den ein oder anderen Bonus für ein Gespräch, doch will die Medien-, Journalismus- oder auch PR-Branche im Endeffekt doch etwas anderes. So scheint es zumindest. Mehrfach erhielt ich nach erfolgreichen Gesprächen oder Probearbeiten die Auszeichnung „Vizebewerber“.

„Wir haben uns für einen Bewerber entschieden, der noch besser auf die Stelle gepasst hat!“
„Es war eine knappe Entscheidung, aber ein anderer Kandidat hat noch besser zu uns gepasst“.

Der zweite Platz bedeutet in diesem Fall allerdings nicht nur erster Verlierer oder die Befriedigung, dass man es auf’s Treppchen geschafft hat. Vielmehr ist es so als gewinne man Blech. Dabei sein ist alles. Entschuldigung, aber kennen Sie den Zonk?! – Ich schon!

Ich will mich gar nicht mal über das „wie“ beschweren, denn das war eigentlich immer in Ordnung. Ich bekam meist schnelle Rückmeldungen, die auch immer nett verpackt waren, manchmal gab es gar ein persönliches Feedback. Etwas wirklich besonderes im Haifischbecken Public Relations/Journalismus. [Anm.: Anders also, als bei schrifltichen Absagen – aber zu den kommen wir ein anderes Mal.]

Ich bin es einfach leid, immer Zweiter oder Dritter zu werden, denn diese Plätze sind Mist, wenn es nur um den Platz an der Sonne geht; wenn es nur eine Stelle zu besetzen gibt; wenn glänzendes Metall sich als stumpfer Rost entpuppt.
Warum die Lobhudelei über gezeigte Leistung, wenn etwas doch falsch oder jemand doch besser war? Dann kann die Leistung ja doch nicht perfekt gewesen sein! Oder war jemand perfekter als perfekter? Strange Sache das!

Hinzu kommt das momentane Stellenangebot: das gibt es nämlich nicht! Es herrscht Flaute, Sommerloch, Eier schaukeln. Wenn man nicht gerade nach Hamburg, München, Berlin oder Frankfurt ziehen möchte, bewegt sich der Markt so schnell wie ein Faultier. Es kommt einfach nichts nach im Staate NRW. Dabei sollte doch die Medienlinie am Rhein entlang etwas zu bieten haben?! Aber ist wohl allen zu warm, so ab Juni. Stimmt ja auch, der Sommer geht gut ab, ich schaue nach draußen und…Regen! Passt ja zu meiner Stimmung, passt zum Markt.

Wie dem auch sei, ich werde wohl einfach auch perfekter als perfekt sein müssen oder mich selbstständig machen müssen. Zumindest aus dem momentanen Blickwinkel betrachtet mit einer Flaute auf dem Stellenmarkt, das selbst ein Außenborder nichts ausrichten könnte.
Zu sehr rumflennen will ich aber auch nicht, denn immerhin habe ich im Gegensatz zu 3,4 Mio. Bundesbürgern einen Job. Da treibe ich doch einfach mal meine Anstrengung in diese Richtung weiter und werde politisch. Vielleicht wird ja bald die Stelle von Uschis Pressesprecher frei und dann werde ich perfekter sein!

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