All for the Money!


Das Geld liegt auf der Straße! Naja nicht ganz! Man muss es sich schon noch hart verdienen, denn wir leben auch nicht im Land, wo Milch und Honig fließen. Das wollen einige aber wohl noch immer nicht wahr haben und schauen sich nach Jobs um, bei denen man Geld fürs Nichtstun erhält. So etwas gibt’s? Her damit! Und den Onkel Doktor direkt dazu! Ich rede nämlich von Jobs als Proband. Pro..was? Versuchskanninchen! Laborratte! Student!

Häufig hängen diese verlockenden Angebote mit dem schnellen Geld nämlich an schwarzen Brettern der Unis. Schwarze Bretter…passt irgendwie. Denn die Teilnahme an solchen Studien mutet teils wie ein Pakt mit den schwarzmagischen Forschungsmächten an. Neben den wirklich extremen Studien mit neuen Medikamenten (dauert länger als ein paar Stunden, gibt dafür aber auch eine bessere Entlohnung als schnelle 20 Euro, nämlich ärztliche Überwachung plus Heilung im Idealfall) gibt es auch die vielen Angebote für kurze Proben. Ein, zwei, vier oder fünf Stunden lang wird dann Schabernack mit einem getrieben. Beispiel gefällig? Gerne!

„Mechanismen der okulomotorischen Steuerung“ – hier sollen Leseprozesse anhand zweier moderner Messmethoden erforscht werden. Klingt locker, ist es aber nicht. Wer seine Augen für nur 24 Euro drei Stunden lang vergewaltigen möchte ist hier richtig. Man darf übrigens keine Brille tragen, die braucht man dafür hinterher.
Gerne genommen werden auchProbanden für Stressforschung. Wie entspannt man nach stressigen Situationen und gönnt seinem Körper Erholung? Damit solche Fragen geklärt werden, gibt es solche Studien. Feine Sache! Dumm nur, dass für solch ein Ergebnis erst einmal Stress und Panik erzeugt werden müssen. Wie? Keine Ahnung, doch dass die Testpersonen gesund sein sollten, sagt eigentlich alles…
Zum Abschluss noch was Nettes von Mutti. Kinderchen zwischen 8-12 Monaten dürfen mit ihren Mamis neue Breisorten testen, z.B. Vollkornkeks mit Kokosraspel – mjammi! Für schon 20 Euro „Gehalt“ dürfen die lieben Kleinen kostenlos essen, oder besser: es darf versucht werden, die Pampe in die Kehlen zu bekommen. Guten Hunger!

Hardcoreteilnehmer lassen sich nicht eine Studien entgehen und nehmen für 5 Tests auch gerne mal um die 150 Euro mit nach Hause. Wie gestört sie danach allerdings durch die Welt laufen, bleibt abzuwarten. Eventuell entstehen ja so halb-blinde Neurotiker mit Angstzuständen, die Babybrei spucken. Wenn ihr also glaubt, Zombies durch uninahe Gelände laufen zu sehen – ist durchaus möglich!

Ich selbst habe mal an einer Versuchsreihe teilgenommen. War aber harmlos! Ging nur um ein Kaugummi…und ich lebe noch. Airwaves, das lilafarbene. Gab damals 5 Mark, schmeckte grottig und hat es trotzdem auf den Markt geschafft. Am besten war die Frage, ob ich es auch als Hustenbonbon kaufen würde, weil die Bronchen ja frei würde durchs Menthol. Entschuldigung, aber wenn ich bereits vorher brechen muss, weil dieser Holunder- oder was-auch-immer-Geschmack meinen Gaumen reizt, kann es eher zu Atemnot kommen. Egal, vielleicht wurde der Geschmack ja aufgrund meiner Antworten auch verändert…wer weiß.

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Eine Antwort zu All for the Money!

  1. Emily schreibt:

    So einen Test zu begleiten finde ich schon sehr mutig. Ok, nicht, wenn es sich um rosa-farbenes Kauzeugs handelt 😉 Aber als sichere Einnahmequelle möchte ich darauf nicht zurück greifen müssen. Wer weiß, am Ende wachsen meine Ohren oder die Nase oder beides?!

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