Die spinnen, die Iren!


Ok, ich wil meine Überschrift direkt wieder etwas abschwächen: nicht alle Iren spinnen, nur Ryanair! Dass der Chef der Billigfluglinie immer neu, etwas unorthodoxe Ideen hat – nein halt, nennen wir sie ruhig beim Namen: völlig bescheuerte Ideen – wissen wir ja bereits. Allseits beliebt sein Vorschlag zur Abschaffung des Copiloten. Richtig, bei der Einsetzung eines Copiloten hat man sich garantiert nichts gedacht. Er ist eigentlich nur zu Bespaßung des Piloten da. Zu zweit können sie Karten spielen oder sich dreckige Witze erzählen. Obwohl die Maschine ohne Copilot natürlich leichter wäre.

Womit wir bei einer anderen verrückten Ideen sind. Michael O’Leary überlegte auch, Übergewichtszuschläge einzuführen. Wollen wir doch mal sehen, dass die Dicken dieser Welt draußen bleiben oder ihr Gewicht zumindest Herrn O’Leary reicher macht. Genauso daneben – aber durchaus unterhaltsam – sind die Pläne, eine Toilettengebühr an Board einzuführen oder eine Art dritte Klasse mit Sitzhockern einzuführen. Grandios! Vielleicht sollten wir direkt einen Schritt weitergehen und gar keine Sitzplätze mehr anbieten. Wenn man steht, passen auch mehr Passagiere ins Flugzeug, ergo mehr Kohle für O’Leary. Mit den aus Bussen bekannten Halteschlaufen ist auch für die standhafte Sicherheit gesorgt. Sparflammeideen vom Sparfuchs eben. Und wenn die Maschine voll genug ist, kann man eh nicht mehr umfallen.

Der eigentliche Grund für meinen Beitrag ist aber die neueste Schote von Ryanair. Erst hatte der Flug aus dem marokkanischen Fes nach Paris Verspätung, dann landete er in Lüttich! Wie? Ja genau, Belgien, statt Frankreich. Liegen ja auch nah bei einander. Grund soll die Sperrung des nördlich von Paris gelegenen Flughafen in Beauvais gewesen sein. Nicht weiter schlimm, wenn man ausweichen muss, allerdings wäre eine Mitteilung an die Passagiere sicherlich günstig gewesen. So aber hat sich die Crew gedacht, wir sagen mal nix, vielleicht merken sie es ja nicht. Belgien ist ja auch schön. Aber nicht mit den Fluggästen. Die weigerten sich auszusteigen und antworteten mit einem Sitzstreik. Allerdings war das wiederum der Crew egal. Die hat die Boardtoiletten abgeschlossen und ist ausgestiegen. Sie hatten ihren Teil ja auch erledigt. Sicher landen und gut – wo, scheinbar egal. Nach vier Stunden hatten dann auch die Reisenden die Schnauze voll und sind doch ausgestiegen, um mit einem Bus nach Beauvais gebracht zu werden. Ryanair-Sprecher Stephen McNamara fand das Verhalten der Urlauber kindisch und äußerte nur sein Unverständnis.

Da sag ich: hier wird Service groß geschrieben. Auch, wenn es eine Billigfluggesellschaft ist, sollte zumindest der Boardfunk funktionieren, um so unwichtige Änderungen wie einen Flughafenwechsel mitteilen zu können.

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2 Antworten zu Die spinnen, die Iren!

  1. DAnny schreibt:

    woo..geht ja mal gar nicht! Da lob ich mir doch die Air Berlin, Tui Fly etc…
    Zum glück bieten wir die übers Reisebüro gar nicht erst an. :))

    Ärger ist oft vorprogrammiert!!!

  2. Emily schreibt:

    Die Gesellschaft wird von mir eh boykottiert 😉

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