Apokalypse: Ist es Gott oder doch nur die Medien?


Wir hatten Hitze, wir hatten Schnee – jetzt haben wir Sturmfluten, Regen, Dioxinskandal und tote Vögel, die vom Himmel fallen. Über Apokalyptisches hab ich in der letzten Zeit schon häufiger geschrieben. Jetzt geht es in die dritte Runde. Warum auch nicht, wenn es die Umwelt anbietet.

Wie die Medien ja fleißig berichten, geht derzeit und wohl auch in den nächsten Wochen die Welt unter. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn: wir saufen ab! Regenfelder, die über Deutschland ziehen, haben bereits viele Orte unter Wasser gesetzt. Keller sind vollgelaufen, Bewohner bewegen sich nur noch in Anglerausrüstung oder per Kajak fort, Hartgesottene oder Betrunkene nehmen sogar ein Bad in den reißenden Fluten…und bezahlen dafür mit ihrem Leben. Und nicht nur Deutschland ist betroffen, auch Australien – der Kontinent, der sonst immer verbrennt – geht momentan baden. Trotzdem werden die Wetterumschwünge wohl mal wieder als normal angesehen. Sind sie ja eigentlich auch schon fast, war die letzten Jahre ja auch so. Um die Anfangsmonate des neuen Jahres heißt das Motto meistens „Sandsäcke raus und Keller leer räumen – das Wasser kommt“. Wird noch nach den Gründen gefragt? Ich denke nicht, zumindest bekomme ich es nicht mit. Normalität heißt wohl eher das Zauberwort.

Im Fernsehen durfte ich die nüchterne Betrchtungsweise eines Betroffenen bestaunen. „Ist halt so, kennt man ja schon. Habe bereits prophylaktisch Sandsäcke bestellt“ waren seine Worte. Kopfschütteln meinerseits. Aber wer nicht mehr nach dem „warum“ der wiederkehrenden Flutwellen fragt, für den sind auch vom Himmel fallende Vögel normal. Rotschulterstärlinge, aber auch Wanderdrosseln, Amseln, Rotkehlchen und Stare waren betroffen. In einem Fluss in Florida gab es ein massenhaftes Fischsterben, Tausende tote Fische trieben dort umher. Mehr? Gerne! In Südenglang gab es 40.000 tote Krabben. Weltweit gibt es diese „Phänomene“ – Schweden, Großbritannien, Japan, Thailand und Brasilien sind dabei. Gründe? Nichts Bedrohliches. Natürlich nicht. Und selbst wenn, würde es uns niemand sagen. Offiziell sind es schlechte Sicht der Vögel, Feuerwerkskörper, Temperaturabstürze oder Vollerei an Sonnenblumenkernen. Kristen Schuler von der Abteilung für Tierforschung des Geologischen Dienstes der USA (USGS) sagt sogar, so etwas würden sie wöchentlich verzeichnen. Ach und deshalb ist es normal? Stimmt, hinterfragen ist ja auch lästig.

Warten wir mal ab, vielleicht stecken ja doch die kleinen Grünen Männchen dahinter. Vom Dioxin sollte ich dabei gar nicht erst anfangen. Das hat zwar nicht Apokalyptisches an sich, wirkliche Aufregung herrscht aber auch nur seitens der Medien. Würden die nicht drüber berichten, würde doch jeder weiter seine Frühstückseier und sein Schnitzel essen. Doch das ist jetzt auf einmal verpöhnt und hoch gefährlich. Obwohl Experten sagen, dass der Dioxongehalt harmlos wäre. Trotzdem gehen auch die weißen unter den schwarzen Schafen nun pleite, weil niemand mehr Eier will. Aber Antibiotika-Fleisch und Quecksilberfische werden problemlos verspeist. Wunderbare Doppelmoral. Könnten die Medien doch überall sein.

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2 Antworten zu Apokalypse: Ist es Gott oder doch nur die Medien?

  1. isolde22 schreibt:

    Als Krönung zum Dioxinskandal fehlt jetzt noch die Meldung: ….der auf die Äcker aufgebrachte Klärschlamm im Frühjahr 2010 ist auch verseucht gewesen und dadurch die gesamte Ernte…. Mannomann, das macht Freude.

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